Film: Slavnoje 2

Gemeinschaftsleben in einer Familienlandsitzsiedlung

Zum Trailer geht’s hier.

Anastasía hat es prophezeit: Barden werden wunderschöne Lieder singen, Gedichte werden geschrieben und Filme gedreht – alles zum Lobpreis der Schöpfung und zum Weitertragen der Idee der Familienlandsitze. Sie ging sogar so weit, von den schönsten Filmen überhaupt zu sprechen und rühmte das, was die zukünftigen Filmemacher erschaffen werden. Vielleicht sind wir inzwischen schon in jener „Zukunft“ angekommen.

Jedenfalls ist „Slavnoje, Teil 2“ schon der zweite Familienlandsitz-Film von dem Russen Andrey Shadrov. Der erste Teil war glattweg gelungen. Auf wunderschön poetisch-musische Art hat er das Leben in der Siedlung „Slavnoje“ vorgestellt. Die Bewohner kamen zu Wort und haben mosaikartig alle möglichen Belange des Lebens auf dem Familienlandsitz zusammengetragen. Der zweite Teil nun knüpft an den ersten an. Auch hier wird der Musik mehrerer Barden aus der Siedlung viel Platz eingeräumt und bekannte Gesichter, die schon im ersten Teil mein Herz berührten, fand ich hier wieder. Ich erfreute mich daran, zu sehen, wie die Landsitze sich verändert haben, wie Bäume und Kinder gewachsen sind. Lag der Schwer- punkt des ersten Films auf den einzelnen Familien, so ist er nun im Gesamtbild, in der Gemeinschaft der Siedler zu finden.

Slavnoje 2 - DVD-Cover mit DVD für Shop (kleiner)

Die Einteilung des Films in Kapitel wird auch in diesem Teil fortgeführt. Es mutet an wie ein Potpourri aus den typischen Siedler-Themen, die für jeden auf dem Land von Interesse sind: gemeinsames Arbeiten, Gewächshäu- ser, Bienenhaltung, Strohballenbau, gemeinsame Feste, Musik und die Bedeutung von Wald und Wasser. Selbst wenn die Themen manchmal einfach aneinander gereiht scheinen und der Fluss des Films durch die thematische Einteilung unterbrochen wird, bleibt der „grüne Faden“ doch immer sichtbar. Grundtenor ist, die Siedlung als funktionierende Gemeinschaft, die in Familienverbänden lebt, vorzustellen.

Die Gemeinschaft ist in vielen Bereichen zu spüren: Die Seminare über Bienenhaltung, Kampfkunst und Haus- bau, wo die Bewohner sich gegenseitig an ihrem Wissen und Fähigkeiten teilhaben lassen, sind da nur das geringste Bei- spiel. Eindrucksvoll ist auch die schön inszenierte Eingangspassage, wo die Siedler das Sensen einer Wiese regelrecht als Gemeinschaftswerk zelebrieren.

Aber am allermeisten kommt dieser Gemeinschaftsgeist in einem kurzen Märchen zum Tragen, welches die Be- wohner von Slavnoje alle zusammenspielen. Den Kin- dern kommt darin eine Schlüsselrolle zu, denn sie sind es, welche die eingeschlafenen, unbewusst lebenden Er- wachsenen aufwecken und ihnen somit zu einem neuen, freudvollen Leben verhelfen sollen. Am Ende des Films hatte ich das Gefühl, dass bestimmt alle Siedler mindestens einmal zu sehen waren und der Film selbst nur durch das Zusammenwirken aller überhaupt entstehen konnte.

Dass wir den Film, der schon 2012 auf Russisch heraus- kam, nun auch in der deutschen Übersetzung genießen können, haben wir Stefan Wolf und L.O.V.E Productions zu verdanken. Für kommende übersetzte Filme wünsche ich mir, noch mehr von den Originalstimmen zu hören. In der menschlichen Stimme ist so viel Charakter und Information enthalten, dass ich es als Verlust empfinde, sie nicht voll wahrnehmen zu können.

Nichtsdestoweniger klingen die Stimmen von Dieter Strobel und Julia & Tristan August in der deutschen Übersetzung recht angenehm.

Nun darf ich nur noch auf gut besuchte Filmabende und weitere tolle Filme aus Russland hoffen!

Thea Baum

28. Juni 2016 von Dorothea Baumert
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Offener Brief an die neue Zivilisation

Sehr geehrte Freunde,
Zuerst muss ich mich wohl vorstellen, oder lieber das, was im Verlauf des weiteren Textes von Bedeutung sein wird.
Vor einigen Jahren beschlossen meine Frau und ich nach Russland in eine sogenannte „Anastasia Siedlung“ auszuwandern. Wir gingen nach Ilsky im Kreis Krasnodar in die Siedlung „Wedrussia“.
Unser Vorhaben war sehr mutig, weil wir alles in Deutschland aufgaben, um so schnell als möglich umsiedeln zu können. Doch Bürokratie und die fremde Kultur, machten uns einen schnellen Aufbau des Landsitzes nicht einfach. Dennoch, in den folgenden Jahren lebten wir auf dem Land, so dass ich wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Aus diesen Erfahrungen heraus und mit Hilfe eines nahen Dolmens, kreierte ich ein Konzept, das die Schwierigkeiten, die beim Aufbau einer solchen Siedlung in einem Staat entstehen, weitgehend aus dem Weg schaffen kann. Und – und dies ist das wichtigste – es tut dies, ohne Kampf, ohne Störung des Bestehenden und vor allem, ohne die eigenen Ideale zu verraten, sprich Kompromisse einzugehen.
Die folgenden Zeilen sollen verdeutlichen, wie ich zu vielen Einsichten in die aktuellen Probleme der russischen Landsitzbewegung gekommen bin – wobei ich davon ausgehe, dass es nicht zwangsläufig in allen russischen Landsitzen so sein muss. Sie werden an vielen Stellen sicherlich denken : „Mein Gott, der ist aber kleinlich…“ – Ja, das bin ich, aber es sind genau die Nuancen, die Kleinigkeiten, die ich Ihnen beschreiben möchte, die den großen Unterschied machen. Daher ist es mir sehr wichtig, dass Reihenfolgen eingehalten werden sollten und die richtigen Energien genutzt werden; und nicht die weniger „schwierigen“ Methoden, die im Endeffekt funktionieren, aber die falsche Richtung einschlagen – und sei der Unterschied nur 2° oder weniger. Im Laufe der Zeit driften zwei Wege auch bei 2° sehr weit auseinander und so ist es auch mit Planungen, Realisation und vor allem mit der Inspiration Dinge zu tun, die die Welt verändern können und sollen. Ändert man große Visionen nur ein wenig ab, so verpufft die Energie und das Bild ist nicht mehr sichtbar.
Dies alles durfte ich mir anschauen, und dabei lernen, dass Menschen, die gerade begonnen hatten ihren Landsitz aufzubauen – teilweise meine Nachbarn – bereits vor Fertigstellung ihres Hauses wussten, das dies nicht der Ort ist, an dem sie alt werden würden, da das Wedrussien unserer Vorstellung eigentlich bereits gestorben war.
Dies kam hauptsächlich dadurch, dass zuerst das Land gekauft wurde (400 ha), und dann Familien darauf angesiedelt wurden. Dies führte zu Nachbarschaften, die, so verschieden sie waren, nicht nebeneinander existieren konnten. Die wenigsten konnten sofort auf ihr Land ziehen, aus den verschiedensten Gründen, vor allem aber aus finanziellen Erwägungen. So geschah es, dass die Wenigen, die bereits das ganze Jahr über wirklich auf dem Land lebten (unter anderem wir), eine völlig andere Sicht der Dinge bekamen, als diejenigen, die nur am Wochenende, oder noch schlimmer, in den Schulferien zu ihrem Domizil kamen. Was so wenig relevant klingt, birgt bereits den Zündstoff die gesamte Gruppe zu sprengen.
Beispielsweise hatten wir den Winter allein gelebt, die nächste Familie war ca. 1km entfernt, und abgesehen von unseren beiden Familien befand sich niemand über Winter auf seinem Land. Abgesehen davon, dass wir unsere Hunde sehr lieben, bekamen sie für uns noch eine andere Wertschätzung, weil sie uns halfen, die Schakale vom Land zu halten, oder auch nur simple Einbrecher fernzuhalten, wie beispielsweise in einer Nacht, als links und rechts um den angelegten Weg alle provisorischen Häuser, Bungalows oder Bauwägen aufgebrochen wurden, nur nicht in unserer Nachbarschaft. Wir kamen nicht nur deshalb, sondern aus vielfachen Betrachtungen heraus zu dem Schluss: Ohne Hund auf dem Land geht es nicht, jedenfalls hier nicht. Nur wollten einige unserer Wochenendnachbarn, dass der Hund an der Kette bleibt, was für mich nicht in Frage kam, es würde auch nichts bringen, denn dann verliert der benötigte Wachhund seinen Sinn. Diese Erfahrungen hatten unsere Nachbarn eben nicht gemacht.
Ein anderes Beispiel ist der Umgang mit Ressourcen. Einige Siedler (natürlich nicht alle) beschwerten sich über die Häufchen meiner Pferde an der Wasserquelle (…die ist für Menschen nicht für Tiere…), ich jedoch wollte ohne Auto leben, und musste mit Pferd und Kanister immer Wasser holen, da wir noch keinen eigenen Brunnen hatten. Andererseits stellten sich gerade diese Siedler immer bei mir an, um Pferdedung für die Beete auf ihren Landsitzen zu bekommen.
Schlimmer war jedoch für mich, dass alle mit ihren stinkenden und ölenden Ladas bis 1m vor die einzige Trinkwasserquelle im ganzen Umkreis fuhren, um ja keine 10m laufen zu müssen. Dies störte anscheinend nur mich und meine Familie, schließlich gingen wir dort alle barfuß, schwammen, tranken und tankten Schatten, speziell auch mein 2-jähriger Sohn, dem ich ersparen wollte in Motoröl zu laufen – abgesehen mal von den Folgen fürs Trinkwasser.
Zusammenfassend hieß das für mich: Pferd nein, erzeugt zwar Humus, aber ist bäh…Auto ja, stinkt und vergiftet das Wasser, macht aber kein Aa, also nicht bäh…..
Ein Problem, das natürlich mit dem Wegräumen der „Humushäufchen“ behoben ist, aber deutliche Unterschiede in der Weltanschauung offenbart, die auf lange Zeit angelegt, zu wirklichen Problemen unter Menschen führen.
Ähnliche Beispiele gab es viele, z.b. weil die ökologische Aufklärung, aber auch die mögliche Anwendung in Russland nicht weit verbreitet sind.
So geschah es, das die meisten Menschen anfingen ihre Häuser mit herkömmlichen Mitteln zu bauen, halt alles was der Baumarkt so hergibt. Die Folgen fielen mir auf, als ich meinen Sohn baden wollte und Regenwasser erhitzte, welches vom Dach meiner Schwiegermutter aufgefangen wurde. Als es anfing zu dampfen,konnte man unschwer die Kleberrückstände der Teerplatten und wer weiß noch was riechen, aber eben kein gutes Wasser. Ich verzichtete darauf mein Kind darin zu baden und fing an meinen Nachbarn zu erklären, was sie sich da im Sommer auf ihre Beete gießen. Wie sie einerseits versuchen, am Wochenende den Giften der Stadt zu entkommen, andererseits sich diese jedoch wieder in ihre Nahrungskette holen, um sie dann genüsslich zu verspeisen.
Der Erfolg war relativ gering, weil solche Themen in der russischen Gesellschaft noch keine sind.
Dabei musste ich erkennen, dass alles, was das Leben mit der Natur ausmacht, dezentral auf den Landsitzen produziert werden muss, weil es in Russland nicht vorhanden ist. Was, wenn man es genauer betrachtet, aber auch Möglichkeiten bot – gigantische Möglichkeiten sogar.
Die große Problematik der Infrastruktur hatte zur Folge, dass diejenigen die in der Stadt arbeiten mussten, eben nicht die ganze Woche über auf ihrem Land sein konnten. Die Erzeugung von natürlichen Baustoffen war eine der vielen Möglichkeiten, die Arbeit aufs Land zu holen, was ein ganz elementarer Schritt zur Besiedlung ist, und unbedingt bereits bei der Gründung beachtet werden muss.
Lange Rede kurzer Sinn, meine Nachbarn verstanden die Idee nicht, bzw. es ist mir nicht gelungen ihnen den Unterschied zwischen einem toten und einem lebenden Geschäft zu erklären. Um so mehr ich es versuchte, um so deutlicher sah ich, das es nicht gelingen wird eine Gemeinschaft aufzubauen, die funktioniert, und die lebendig bleibt, ohne in alte Strukturen zurück zufallen, wenn man nicht unbedingt ein paar Punkte beachtet.

•Die Gründung der Gemeinschaft erfolgt vor dem Erwerb des Landes

Dies ermöglicht eine wesentlich harmonischere Nachbarschaftsbildung, diese Reihenfolge haben Menschen gewählt die ich Kennenlernen durfte, und sie hat sich bewährt. Diese Gruppe reist seit längerer Zeit durch Russland, lernt sich kennen und schätzen, und lässt sich nun nieder, ganz in der Nähe von Wedrussien – als ich ihnen einige Situationen aus unserer Beobachtung erzählte, sagten sie zu mir, das sie dies nicht kennen, da die Gruppe sich inzwischen so gefunden hat, dass man miteinander leben kann und möchte

•es sollte feste „Besiedlungszeiten“ geben

Das heißt, jeder, der innerhalb der Gemeinschaft Land erwerben möchte, verpflichtet sich innerhalb einer bestimmten Zeit zum festen Umzug aufs Land, alternativ dazu können sich diejenigen welche das nicht wollen in einer anderen Siedlung zusammenfinden, klingt hart, ist aber zwingend notwendig, um eine gleichmäßige Entwicklung zu haben, und kein hartes Gefälle zwischen den Nachbarn, denn glaubt mir, das Leben auf dem eigenen Stück Land verändert alles, und es wird schwierig mit der Zeit die lieben Nachbarn aus der Stadt neben sich zu haben – meistens jedenfalls.

•Ökologische Standards sollten festgelegt sein

•Ein Siedlung sollte einen autarken Wirtschaftsbereich bieten

Die ist der eigentliche Schlüsselpunkt des Konzeptes. Nur wo Menschen es schaffen ihren Verpflichtungen in der technokratischen Welt nachzukommen, ohne ihren Raum der Liebe verlassen zu müssen, lässt sich das technokratische System gegen das biologische System austauschen, und eben nicht dort, wo Menschen das technokratische System außerhalb oder innerhalb ihres Landes benutzen müssen, um eine Umsiedlung überhaupt machen zu können.
Dies sind die Kleinigkeiten von denen ich zuvor sprach.
Diese grundsätzlichen Aspekte gelten für fast alle Bereiche. So hatte ich mal einen kurzen Austausch mit einem sehr netten und aktiven Verfechter von Anastasias Ideen, der meinte, man sollte endlich in die Politik gehen, eine Partei gründen, so wie Megre, damit die Bewegung endlich in Schwung kommt…. Das Problem ist, dass das Wesen der Politik nicht geeignet ist, um solche Ideen durchzusetzen, die Strukturen machen das schier unmöglich, außer man ändert sein politisches Handeln etwas in Richtung Apo, denn nur von außerhalb kann sich eine neue Struktur bilden, innerhalb des Systems wird immer nur systemtreu erschaffen, denn die anderen Gesetze kennt das technokratische System nicht, es ist nicht dafür ausgelegt etwas Lebendiges hervorzubringen.

Ich rufe hier wirklich nicht zur Anarchie auf, wohl aber zu einer sanften Revolution, denn die Zeit ist jetzt, und nicht irgendwann anders.
Versteht man das Wesen der derzeitigen Energie, so macht es keinen Unterschied, ob Ihr ein Stück Land erwerbt und es bebaut, oder ob Ihr es einfach nur bebaut, natürlich im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen, aber auch ein Stückchen Gemeindewald bietet guten Boden für Gemüse, und ob es nun wirklich ein Problem ist ein paar Samen in die Erde zu bringen, einen geistigen Raum zu schaffen, oder der Gemeinde 30 Bäume zu schenken, die man dann auf einen Platz seiner Wahl stellen darf, wage ich zu bezweifeln, was uns direkt zum nächsten Punkt bringt.

•Der Raum der Liebe muss zuerst in Euch, dann in der Materie erschaffen werden

Ist es anders herum geplant, dass man einen Raum erschafft in dem Glauben, das dann die Liebe Einzug halten kann, wird meistens der Raum entstehen, welcher der Energie die beim Schaffen zugrunde liegt ähnelt, aber eben kein Raum der Liebe – außer natürlich ihr habt ihn schon vorher im Herzen getragen, dann kommt die Liebe gerne.
Diese Reihenfolge wird der Erfahrung nach allerdings sehr selten eingehalten, schon aus diesem Grund ist es gut, einfach mal ein paar Monate lang immer mal ein bisschen Saatgut in der Tasche zu haben, um zu sehen mit welcher Energie deine Aussaat wächst, und wo…vielleicht entsteht der Raum ja gar nicht da, wo es zufällig ein Grundstück zu kaufen gibt….

21. März 2016 von Christa Jasinski
Kategorien: Rund um den Familienlandsitz | 1 Kommentar

Das Familiengut und die Suche nach einem Wort

Blaukraut bleibt Blaukraut oder Familiengut bleibt Landsitz

Namen sind etwas wichtiges. Ein Mensch lebt sein ganzes Leben unter dem Zeichen seines Namens, trägt ihn mit Stolz oder eben nicht. Genauso ist es mit einem Ort. Nur dass dieser seinen Namen über Jahrhunderte lang tragen soll und sich mehr als nur ein Mensch damit identifizieren und wohlfühlen möchten. Wollen wir es uns und unseren Kindern dann wirklich antun, dass sie in einer immerwährenden Familiengutgemeinde oder gar auf unserem stetig währenden Sippenlandgutshof leben müssen? Ich brech mir ja schon beim Lesen die Zunge! Wie soll man solche langen und nicht gerade wohlklingenden Namen mit Stolz erklingen lassen?

Ihr lieben Denker, ihr habt die Bedeutung des russischen Wortes profunde ergründet und den noblen Wunsch, dass auch unsere Bezeichnung für unser Zuhause bedeutungsgeladen und stimmig ist. Aber vergesst bitte nicht, dass es sich um alltägliche Worte handelt, die sehr oft genutzt werden. In einem Gespräch habe ich einfach nicht die Muße, von unserem stetig währenden Sippenlandgutshof zu sprechen, da werde ich die kürzeste und verständlichste Form wählen und von unserem Landsitz oder auch Familiengut reden. Und wenn ich auf unser ganzes Dorf Bezug nehme, dann nenne ich es auch so. Nur, wenn ich mir ganz viel Mühe gebe, verbieg ich mir auch mal die Zunge zu Familiengutgemeinde oder auch Familienlandsitzsiedlung.

Vielleicht findet mal ein Poet ein Wort, welches kurz und bedeutungsgeladen zugleich ist. Das wäre großartig! Aber bis dahin nehme ich Vorlieb mit weniger Worten, auch wenn das weniger Inhalt zur Folge hat.

Thea Baum

Reaktion auf den Leserbrief zum Thema “Familiengut” und die daran anschließende Diskussion und den Wortfindungsprozess.

11. Januar 2016 von Christa Jasinski
Kategorien: Leserbriefe, Nachdenkliches, Rund um den Familienlandsitz, Sprache | 1 Kommentar

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