Protokolle der Menschen über die Engel

 

Teil 14

Fahren wir nun fort mit der Studie, die wir im GartenWEden begonnen hatten. Ihre Kernfrage lautet: Was sind Engel?

HPIM0600

Natürlich erhielt ich einige Zuschriften, die sich dahingehend nicht auslassen wollen, keine Meinung dazu haben oder einfach mitteilen, dass so eine Studie unzeitgemäß wäre. Solche Zuschriften entbehren allerdings jeglicher Aussage und erscheinen mir lediglich als Ausdrücke von Menschen, die mit vielen Worten nichts aussagen wollen, aber das dann vehement!

Oder, wie mein Vater immer sagt: „Ich habe keine Ahnung, aber davon sehr viel“!

Es sind so diese Momente, solche Aussagen inhaltlich zu untersuchen, um feststellen zu können, ob sie nur oberflächlich oder einfach nur sehr geistreich und humorvoll sind. Letztere haben inhaltlich zwar ihren Kern tiefer gelegt – wie manche Zeitgenossen ihre Autos tieferlegen – aber im Gegensatz dazu, verhaken sie sich Spoilermäßig nicht auf den Gehweg zur Weisheit!

 

So handelt die folgende Geschichte von einer Ehefrau und Mutter von drei Jungs, die alle das Hobby ihres Vaters teilen: Autos tunen.

 

Günzburg, 11.9.05

 

Lieber Herr Jasinski,

 

da ich heute am Sonntag viel Zeit für mich habe und alleine Zuhause bin, möchte ich Ihnen zu Ihrer Umfrage betreffs Engel schreiben.

Meine Definition dazu mag zwar nicht sehr Wissenschaftlich sein, dafür ist sie aber aus der Sicht einer Frau, deren vier männlichen Hausgenossen allesamt ihre Schutzengel gehörig auf die Probe stellen.

Meine vier Männer, das sind mein Mann Walter, und meine Söhne Albert, Fritz und Peter, haben ein gemeinsames Hobby; sie tunen ältere Autos bis in den Exzess und fahren sie auf Ralleys wieder zu Schrott. Das sei eine Kunst, sagen sie einhellig. Für mich war das früher sonntäglicher Horror. Was die einen entspannt, verspannt den anderen!

Kommen sie dann abends total ausgelaugt und voller Adrenalin wieder nach Hause, beginnt das Ritual der Selbstbeweihräucherung und gegenseitiger Kritiken, wobei sie mir vorkommen wie ein Rudel junger Wölfe mit einem Vaterrüden, der vor Stolz nur so strotzt.

Wenn ich mir diese Vier dann so betrachte, frage ich mich ernsthaft, haben die einen Dachschaden oder sind sie einfach nur noch nicht erwachsen; sind sie vom Geiste Gottes verlassen oder hat Dieser alle Hände voll zu tun, sie im Zaum zu halten!?!

Dann kommt mir immer ein Verständnis über die Schutzengelsagen und Legenden und ich sage mir, vielleicht haben mein Vier besonders kräftige beigestellt bekommen.

 

Im Grunde sind meine Jungs und mein Mann pflegeleichte Menschen, liebevoll und ehrlich geraten. Ich liebe sie innig und musste mich noch nie beklagen über mein Leben als Mutter und Ehefrau. Auch mein Leben als Weib ist das einer emanzipierten und selbstbewussten Frau. Aber mir ist es noch nicht gelungen, das männliche Prinzip meiner vier Männer zu durchschauen. Entweder gibt es dieses Prinzip gar nicht oder die Vier leben tatsächlich, wie sie mir immer lachend versichern, im Lande der Engelschaften. So abgekanzelt wurmt es mich manchmal, dass ich keinen Zugang zu ihrem „Prinzip“ finde und mich eben immer wieder mal „aufführe“ wie eine typische Mimose, wie mir meine Vier ebenfalls versichern!

Als eine Mimose zwischen solchen Wildkräutergewächsen zu bestehen, erfordert eine Menge Tricks und Kniffe, mich deren Ausdünstungen zu erwehren. Und ich habe da einen ganz besonderen Kniff, wenn sie mir mal wieder etwas zu sehr in den Wildwuchs stinken: Ich gehe für einige Tage in ein Kloster und genieße dann die Ruhe und Atmosphäre einer spirituellen Welt. Da hole ich mir wieder neue Kraft und Energien, diese Wildkräuter wieder etwas zurechtstutzen zu können. Ich nenne das dann: Strammstehen des Engelsprinzips. Da ich also keine Männerprinzipale habe, sondern Engelrotznasen, nehme ich mir heraus, sie gelegentlich auf meine Bedürfnisse zurechtzustutzen, was sie als „Rekrutierung des Hausfeldwebels“ bezeichnen.

Dann geht es ein, zwei Wochen wieder gepflegter zu, meine „Männer“ ( es sind ja im Grunde Engel, gelle) funktionieren dann relativ gefügig und bereiten mir auch einige Freuden, wie einen kleinen Ausflug, einen Theaterbesuch oder einen ausgiebigen Sonntagsspaziergang. Letzterer kostet ihnen das Letzte! Spätestens am nahenden dritten Sonntag schlägt der Wildwuchs wieder durch, ihre Schutzengel kriechen aus ihrem Ruheschlaf und Gott wird wieder hellhörig.

Seit ich das so sehe und für mich in meine eigene Geschichte gefasst habe, kann ich mit meinen vier Welpen (mein Mann ist der Alphawelpe!) hervorragend umgehen. Und ich hoffe, deren Schutzengel behalten weiterhin ihre Fassung und erblühen trotzdem in Gottes weisem Ratschluss!

 

Vielleicht gefällt Ihnen ja meine Geschichte so, wie sie mir gefällt und wie sie mir täglich Kraft, Licht und Freude bereitet, das Leben unter Gottes Sonne humorvoll zu genießen.

 

Es grüßt Sie herzlichst

 

Ihre

 

Dagmar Schirmer, Günzburg

 

 

Eine ausgesprochen schöne und humorvolle Geschichte einer äusserst klugen und liebevollen Mutter und Ehefrau. Hier zeigt sich auf, worin sich die Stärke des weiblichen Prinzips zeichnet und wie man Engel noch definieren kann, ohne sie zu übersehen.

 

 

Im Anschluss kommt nun unser Thannhauser Katholischer Stadpfarrer zu Worte, dessen Schreiben wohl auf Umwege zu mir kam, da ich im Sommer umgezogen bin und er nicht wusste, wohin.

 

Ich nehme seine Engelserklärung herzlichst gerne auf, weil seine Sicht mit meiner persönlichen nahezu identisch ist – was nicht bedeutet, dass sie deshalb nun „wahrer“ oder „treffender“ sei. Es freut einen nur immer wieder, auf einen ähnlich „gestrickten Denker“ zu stoßen – - ist eben „selbstlobendes Schmeicheln“…!

 

 

 

Sehr geehrter Herr Jasinski,

 

leider habe ich vor dem Urlaub Ihr Schreiben, worin Sie mich um eine kirchlich-theologische Definition wie auch um meine persönliche Sichtweise der Engel gebeten haben, nicht beantworten können; zum einen wegen wochenlangem Termindruck, der mir in den weniger freien Augenblicken auch nicht die nötige entspannte Freiheit zum Denken ließ, zum anderen auch – ich muss es zugeben – weil ich eine Zeit lang die Beantwortung vergaß, obwohl mir die Beantwortung Ihres Schreibens ein Herzensanliegen ist.

Deswegen habe ich Ihr Schreiben und mein Laptop mit hierher in den Urlaub nach Eichstätt genommen und will es – weil ich hier die nötige Muße und geistige Entspannung habe – so gut als mir möglich beantworten.

Übrigens finde ich Ihre Anfrage in keiner Weise zu „forsch“ und zu „intim“, sondern ich will als Pfarrer einer nicht gerade kleinen Kirchengemeinde sehr wohl bereit sein, wie es der Apostel Petrus ausdrückt, „stets jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die mich erfüllt…!“ (1 Petr 3,15). Ich weiß nicht, welches Bild „man“ von mir in Thannhausen und/oder Umgebung hat, aber ich hoffe, dass meine freimütige und ehrliche Antwort auf Ihre Anfrage manche „engen“ Sichtweisen über mich etwas zurechtrücken kann.

Meine Antwort wird Sie zwar nicht, wie gewünscht zum 15.08. erreichen, aber ich hoffe, noch rechtzeitig genug, dass sie es noch in Ihre Engelstudien einfließen lassen können.

 

So grüsse ich Sie herzlich aus dem sonnigen Eichstätt, und freue mich auf ein Treffen irgendwann in Thannhausen

 

Ihr

Herrmann Drischberger,

Pfr. In Thannhausen

 

 

Anlage: Die kath.-theologische Definition und meine persönliche Sicht der Engel.

 

Kath. Definition

Die nachstehende Definition gebe ich ganz aus meinem Gedächtnis heraus ohne momentane Nachschlagemöglichkeit in einem Katechismus oder sonstigen systematisch-theologischen Werken. Ich erhebe daher auf keinen Fall Anspruch auf ihre absolute theologische Vollständigkeit und Stimmigkeit.

Die Bibel ist Gottes geoffenbartes Wort an uns.

In ihr will er uns sich selber und seine große Liebe zu uns mitteilen, und uns den Weg zu einem erfüllten Leben und zu einem nie mehr endenden glücklichen Sein mit ihm aufzeigen.

Vom ersten bis zum letzten Buch der Bibel ist von Engeln Gottes die Rede.

Sie sind nach der biblischen Offenbarung

  • die erstgeschaffenen Geschöpfe Gottes (also nicht Gott selber!).
  • Sie sind Geistwesen, die nicht einen materiellen Körper besitzen wie wir (vergl. Hebr. 1,14). Daher sind sie auch nicht in die naturwissenschaftlichen Kategorien von Raum und Zeit einzugrenzen. Von daher wird auch klar, weshalb in der heiligen Schrift immer wieder von einem geheimnisvollen Auftauchen der Engel, einem genauso geheimnisvollen Verschwinden, und von deren Auftauchen an zwei Orten gleichzeitig (Bilocation) oder ganz kurz hintereinander die Rede ist. Diese Eigenschaften der Engel wollten die Künstler vieler Epochen ausdrücken, indem sie sie mit Flügeln darstellten.
  • Nicht verschweigen möchte ich in diesem Zusammenhang, dass es in jüngster Zeit verschiedene Bibelwissenschaftler gibt, die das Erwähnen der Engel Gottes in der Heiligen Schrift als bildhaftes Symbol für Gottes selbständiges und eigenständiges Wirken in der Welt betrachten, das die verschiedenen Quellen und Autoren der Hl. Schrift gebrauchen, um Gottes direktes Wirken in der Geschichte zu umschreiben. Auf gut deutsch: Sie behaupten: Es gibt keine Engel, sondern sie sind nur Umschreibungen für Gottes direktes Eingreifen in die Geschichte und das Schicksal des Menschen. Diese Sichtweise entspricht aber nicht der offiziellen Lehre der katholischen Kirche (und auch ich selber teile sie nicht)!
  • Die Engel sind von Gott mit großer Wirkkraft ausgestattet, die es ihnen gestattet, dann und wann, wenn es Gottes Wille ist, die naturwissenschaftlich fassbaren Gesetzmäßigkeiten der Universums zu durchbrechen. Daher haben sie nichts gemein mit den putzigen Putti, die die Barockkunst erfunden hat. Diese Darstellungen banalisieren und verniedlichen – auch wenn sie unsderem Auge und Empfinden gefallen – den Stellenwert und die Macht dieser mächtigen Geistwesen.
  • Die Engel haben nach Aussage der Hl. Schrift von Gott verschiedene Aufgaben und Dienste übertragen bekommen.
  • Ihre vornehmste Aufgabe ist das Lob Gottes (vgl. die biblischen Aussagen in Jes 6; Lk 2, 13 f., Mt 18,10; Joh 1,51)
  • Sie sind ferner Boten, die Gott selber zu uns Menschen sendet, um uns ein für uns bedeutungsvolle Botschaft zu übermitteln. Daher kommt unser deutsches Wort Engel, das abgeleitet ist vom latainischen Wort „angelus“ – es bedeutet ursprünglich „Bote“. Deutlich wird diese Funktion der Engel in den Evangelienberichten über die Sendung des Erzengels Gabriel zu Zacharias (Lk 1,11 ff.) und zu Maria (Lk 1,26 ff.) mit jeweils einer wichtigen Botschaft, sowie in den Engelsbotschaften an Josef (Mt 1,20 und Mt 2,19).
  • Sie sind nach verschiedenen biblischen Berichten helfende Begleiter des Menschen (vgl. Raphael <hebr. „Gott heilt“> und Tobias im Buch Tobit, sowie Ex 23,20 ff.; Mt 18,10; Apg 5,19). Aus diesen Berichten entwickelte sich die kirchliche Lehre, dass Gott jedem einzelnen Menschen einen „Schutzengel“, also einen eigenen Engel als schützenden und helfenden Begleiter auf dem gesamten Lebensweg zugeordnet hat. Seit dem 17. Jahrhundert feiert die katholische Kirche ein eigenes Schutzengelfest am 2. Oktober.
  • Die Bibel berichtet an verschiedenen Stellen darüber, dass der uralte Kampf zwischen Gut und Böse sich nicht nur hier auf der Erde abspielt, sondern seine Entsprechung auch im nicht von Materie, Raum und Zeit definierbaren und fassbaren Jenseits hat (Dan 7; Dan 12; Offb 12). In diesem Zusammenhang wird immer wieder der Erzengel Michael < hebr. „Wer ist wie Gott?“> als Kämpfer für Gottes Sache erwähnt. Diese Berichte wollen sagen, dass es in unserer Welt das Böse nicht nur als unpersönliche Macht gibt; auch d e r Böse, der „die ganze Welt verführen will“, ist eine unheimliche Wirklichkeit. Die Engel stehen dem Menschen in diesem Kampf als mächtige Helfer zur Seite. Gewonnen wird dieser Kampf letztlich durch das Blut des Lammes (Offb 12 ff.), mit anderen Worten, durch das Kreuzesopfer Jesu Christi und seinen österlichen Sieg.
  • Insbesondere im letzten Buch der Bibel, der „Offenbarung des Johannes“ wird beschrieben, dass die Engel von Gott auch bestimmte Aufgaben im Hinblick auf die Vollendung seines Schöpfungs- und Erlösungswerkes übertragen bekommen haben.

 

Letztlich legen die Heilige Schrift und die katholische Glaubenslehre und nahe, dass wir die Engel, ihr Wirken und ihre Begleitung ernst nehmen sollten. In ihnen ist dem Menschen gleichsam Gott selber nahe, aber ohne dass er die erschreckende Gegenwart des Allmächtigen verspüren muss, die das Denken des alttestamentlichen Menschen vielfach geprägt hat. Daher schulden wir den Engeln Ehrfurcht und Vertrauen.

 

 

Meine persönliche Sichtweise der Engel

 

Mir persönlich wurde von Kindesbeinen an ein tiefer Glaube an die Engel und ihr Wirken in meinem Inneren grundgelegt. Ich glaube bis heute ganz fest daran, dass es Engel als mächtige Geistwesen gibt, die mit der naturwissenschaftlichen Erkenntnismethoden nicht zu fassen sind, genauso wie die Existenz Gottes letztlich naturwissenschaftlich nicht bewiesen werden kann. Es steht für mich außer Frage, dass es Gott gibt. Gott drängt uns den Glauben an sich nicht auf; er stülpt sich uns nicht über, so dass wir gar nicht mehr anders können, als ihn in unserem Leben wahrzuhaben. Er will, dass wir uns frei für ihn und für seinen Weg zum Leben entscheiden. Aber er macht für uns diese Entscheidung nicht unmöglich. Er gibt uns immer wieder Hinweise, dass es „IHN“ gibt. Wir müssen sie nur wahrnehmen wollen. Allein die Frage, ob all die X-Faktoren, von denen die Existenz von Leben auf unserer Erde abhängen (vom richtigen Stand zur Sonne, über die richtige Umlaufbahn, über die Schrägstellung der Erdachse zur Entstehung der Jahreszeiten, über die passende Zusammensetzung der Atmosphäre, die auch die normalerweise tödlichen Strahlungsformen aus dem Weltall abschirmt, bis hin zum Vorhandensein des wunderbaren Lebensbausteines Wasser), ob also all diese Faktoren auf lauter blinden Zufällen beruhen, oder ob all das durch ein unendlich mächtiges und gutes Wesen geschaffen worden ist, legt für mich absolut nahe, dass es Gott gibt.

Oder das Phänomen Liebe, das durch keine naturwissenschaftliche Erkenntnismethode bislang fassbar ist, ist für mich ebenfalls ein lebendiger Gottesbeweis.

Genauso, wie ich also daran glaube, dass es Gott gibt, der die materielle und naturwissenschaftlich wahrnehmbare Welt mit all ihren Wundern geschaffen hat, genauso glaube ich daran, dass er außer dieser sicht- und greifbaren Welt auch unsichtbare materielose Wesen erschaffen konnte und uns diese an die Seite gestellt hat – eben die Engel.

Ich glaube, dass Gott mir vom ersten Augenblick meines Daseins an einen mächtigen Engel zur Seite gestellt hat, keinen Putto. Und der geht mit mir durch’s Leben bis hin vor Gottes Gericht, begleitend, helfend, warnend, schützend, ohne sich mir aufzudrängen. Ich habe seine Wirkmacht und Hilfe schon mehrfach in meinem Leben mehr als deutlich erfahren, bis hin zu jenem Apriltag im Jahr 2004, als ich auf der Autobahn A7 zwischen Illertissen und Altenstadt zunächst in ein wahnsinniges Schneegestöber und dann in eine Massenkarambolage geriet, bei der auf beiden Fahrbahnen an die hundert Fahrzeuge sich verkeilten und wo weder mein Auto noch ich eine Schramme abbekamen.

Für mich sind Engel genauso lebendige Realität wie die Bäume und Blumen im Thannhauser Pfarrgarten, und mein Schutzengel ist mir ein mächtiger und unbestechlicher, treuer Begleiter auf meinem Weg zu Gott. Ich grüße ihn immer wieder, versuche, seine Nähe zu spüren, rufe seine Hilfe an und bitte ihn, mir zu zeigen, was Gott von mir will. Und – ich bitte ihn bei wichtigen Begegnungen immer wieder, dass er mit dem Schutzengel des Menschen den ich treffen werde, Kontakt aufnehmen soll, um die Dinge zum Guten hin zu lenken.

Nicht zuletzt glaube ich aber auch, dass Gott, wie Karl Rahner sagt, jedem von uns ein Schutzengelamt anvertraut hat an denen, die uns im Leben zur Seite gestellt sind.

Helfen sollen wir den anderen, nicht nur dieses Leben zu bestehen, sondern den Weg zum ewigen Glück bei Gott zu finden. Wenn wir so all diesen Menschen unaufdringlich als Schutzengel dienen, dann ist alles was wir tun, Gottesdienst.

 

Herrmann Drischberger

Pfr. in Thannhausen

 

 

 

So hat auch diese Engeldefinition deutlichen Heilscharakter und bewegt einen, über alles nachzudenken; sein Leben einmal wieder zu überdenken, ob denn alles, was man tut, auch wirklich im Sinne der Mitmenschlichkeit geschieht.

In den letzten Monaten erfuhr ich sehr viele „Dinge“ die mich dazu brachten, über mein eigenes Leben zu reflektieren und es neu auszuleuchten. Dabei stellten sich einige hinterste Winkel ein, die im Dunklen vor sich hinschimmeln. Diesen Gilb abzuschaben ist nicht leicht, aber im Glauben an ein göttliches Wesen, das selbst darin wohnt ohne zu murren, erleichtert einem vieles und man greift verschämt zum Putzlappen!

 

Alfons Jasinski

31. Januar 2013 von Christa Jasinski
Kategorien: Geistiges | Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert